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Institut für Polymerwerkstoffe und Kunststofftechnik

Dr. Dilmurat Abliz (Mitte) von der TU Clausthal erhält mit Kollegen der TU Dresden den AVK-Innovationspreis. Foto: AKV

Dresden, Clausthal-Zellerfeld. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Polymerwerkstoffe und Kunststofftechnik (PuK) der TU Clausthal sowie des Instituts für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik der TU Dresden haben für eine gemeinsame Arbeit den Innovationspreis der Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe (AVK) erhalten. Die in der Fachwelt hoch angesehene Auszeichnung wurde im September auf der Composite Europe 2019 in Stuttgart in der Kategorie „Forschung/Wissenschaft“ überreicht.

Mit der erfolgreichen, prämierten Entwicklung eines Verfahrens zur simulationsgestützten, textiltechnischen Integration temporärer Strömungskanäle in textile Verstärkungshalbzeuge ist eine deutliche Erhöhung der Durchlässigkeit und damit eine Senkung der Infiltrationszeiten um rund 50 Prozent bei gleichen mechanischen Bauteileigenschaften erreichbar. Bei Verwendung der neuartigen Halbzeuge sind für die Infiltration keine zusätzlichen Fließhilfen und komplexe Matrixzuführ- und Verteilsysteme mehr notwendig. Dadurch sind zusätzlich die Vor- und Nachbereitungszeit des Prozesses sowie der Abfall deutlich reduziert.

Preisübergabe (von links): Wissenschaftsminister Björn Thümler, Dr. Hildegard Sander (Innovationsnetzwerk Niedersachsen), Professor Gerhard Ziegmann (TU Clausthal), Manfred Hellmich, Wolfgang Pilster (beide MID Solutions GmbH), Randolf Hoffmann (TU Claust

Clausthal-Zellerfeld. Das Institut für Polymerwerkstoffe und Kunststofftechnik der TU Clausthal und die MID Solutions GmbH aus Gittelde haben für ihr gemeinsames Projekt „NanoMID“ den Innovationspreis Niedersachsen 2019 in der Kategorie „Kooperation“ gewonnen. Übergeben wurde die Auszeichnung am Dienstagabend in Hannover von Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann, Wissenschaftsminister Björn Thümler und Dr. Hildegard Sander vom Innovationsnetzwerk Niedersachsen.

In dem Harzer Projekt „NanoMID“ geht es darum, wie Kunststoffoberflächen sparsamer metallisiert werden können. Das heißt, dass beispielsweise Kupfer nur dort auf die Kunststofffläche kommt, wo es tatsächlich gebraucht wird. Das Besondere an dem Projekt: Es wird eine Materialeffizienz von nahezu 100 Prozent erreicht, da kein überflüssiges Kupfer auf etwa Leiterbahnen oder andere Strukturen aufgebracht wird. Die Technologie „NanoMID“ ist daher ein großer Fortschritt in Bezug auf Ressourceneffizienz und Umweltverträglichkeit. Anwendung finden kann die Technologie in den Bereichen Industrie 4.0, Automotive und Medizintechnik.

Clausthal-Zellerfeld. Im Projekt „NanoMID“ entsteht eine Methode, mit der metallische Strukturen, speziell Leiterbahnen, auf beliebige Kunststoffoberflächen aufgebraucht werden können. Die Oberflächen können hierbei sowohl eben sein, beispielsweise bei Leiterplatten, als auch dreidimensional wie in hochintegrierten Bauteilen.

Clausthal-Zellerfeld. Zellclean steht für die erfolgreiche Verbindung von medizintechnischem Laborgerät (FABian®), biologischem Trennprozess auf Basis der von IBA GmbH entwickelten Fab-TACS®-Technologie (Traceless Affinity Cell Selection) für die reversible Immunchromatographie von Zellen und innovativer Forschung mit regionalen Kooperationspartner in Niedersachsen. Das Ergebnis von Zellclean ist die Konstruktion, Entwicklung und Fertigung einer Einweg-Zelltrenneinheit für den FABian®, mit dem spezifische Zellen aus menschlichen Vollblutproben automatisiert isoliert und für Foschung, Therapie und Diagnostik eingesetzt werden können.

 

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