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Institut für Polymerwerkstoffe und Kunststofftechnik

Niedersächsischer Life Science Tag mit dem Staatssekretär Dr. Berend Lindner.
Foto: Alexandra Glawe / Innovationszentrum Niedersachsen GmbH.

Clausthaler Wissenschaftler und regionale Partner nehmen am Niedersächsischen Life Science Tag, am 27.11.2019, unter dem Thema „Biologische Transformation im Fokus – Konzepte und Lösungen für zukunftsfähige Produkt- und Prozessinnovationen“ teil. Neue Fragestellungen und innovative Lösungsansätze wurden dabei u.a. mit dem Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung Herrn Dr. Berend Lindner und einem großen Fachpublikum diskutiert.

Dr. Dilmurat Abliz (Mitte) von der TU Clausthal erhält mit Kollegen der TU Dresden den AVK-Innovationspreis. Foto: AKV

Dresden, Clausthal-Zellerfeld. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Polymerwerkstoffe und Kunststofftechnik (PuK) der TU Clausthal sowie des Instituts für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik der TU Dresden haben für eine gemeinsame Arbeit den Innovationspreis der Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe (AVK) erhalten. Die in der Fachwelt hoch angesehene Auszeichnung wurde im September auf der Composite Europe 2019 in Stuttgart in der Kategorie „Forschung/Wissenschaft“ überreicht.

Mit der erfolgreichen, prämierten Entwicklung eines Verfahrens zur simulationsgestützten, textiltechnischen Integration temporärer Strömungskanäle in textile Verstärkungshalbzeuge ist eine deutliche Erhöhung der Durchlässigkeit und damit eine Senkung der Infiltrationszeiten um rund 50 Prozent bei gleichen mechanischen Bauteileigenschaften erreichbar. Bei Verwendung der neuartigen Halbzeuge sind für die Infiltration keine zusätzlichen Fließhilfen und komplexe Matrixzuführ- und Verteilsysteme mehr notwendig. Dadurch sind zusätzlich die Vor- und Nachbereitungszeit des Prozesses sowie der Abfall deutlich reduziert.

Preisübergabe (von links): Wissenschaftsminister Björn Thümler, Dr. Hildegard Sander (Innovationsnetzwerk Niedersachsen), Professor Gerhard Ziegmann (TU Clausthal), Manfred Hellmich, Wolfgang Pilster (beide MID Solutions GmbH), Randolf Hoffmann (TU Claust

Clausthal-Zellerfeld. Das Institut für Polymerwerkstoffe und Kunststofftechnik der TU Clausthal und die MID Solutions GmbH aus Gittelde haben für ihr gemeinsames Projekt „NanoMID“ den Innovationspreis Niedersachsen 2019 in der Kategorie „Kooperation“ gewonnen. Übergeben wurde die Auszeichnung am Dienstagabend in Hannover von Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann, Wissenschaftsminister Björn Thümler und Dr. Hildegard Sander vom Innovationsnetzwerk Niedersachsen.

In dem Harzer Projekt „NanoMID“ geht es darum, wie Kunststoffoberflächen sparsamer metallisiert werden können. Das heißt, dass beispielsweise Kupfer nur dort auf die Kunststofffläche kommt, wo es tatsächlich gebraucht wird. Das Besondere an dem Projekt: Es wird eine Materialeffizienz von nahezu 100 Prozent erreicht, da kein überflüssiges Kupfer auf etwa Leiterbahnen oder andere Strukturen aufgebracht wird. Die Technologie „NanoMID“ ist daher ein großer Fortschritt in Bezug auf Ressourceneffizienz und Umweltverträglichkeit. Anwendung finden kann die Technologie in den Bereichen Industrie 4.0, Automotive und Medizintechnik.

CZM/PuK: Niedersächsische Life Science Tag

Clausthaler Wissenschaftler und regionale Partner nehmen am Niedersächsischen Life Science Tag, am 27.11.2019, unter dem Thema „Biologische Transformation im Fokus – Konzepte und Lösungen für zukunftsfähige Produkt- und Prozessinnovationen“ teil. Neue Fragestellungen und innovative Lösungsansätze wurden dabei u.a. mit dem Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung Herrn Dr. Berend Lindner und einem großen Fachpublikum diskutiert.

Wie können zukünftige Life-Science Applikationen in der Wirtschaft nicht nur wettbewerbsfähig, sondern auch im Einklang mit einer hohen Ressourceneffizienz und einer umweltschonenden Herstellungsweise gelöst werden? Zu dieser Grundfragestellung trafen Forscher und Entwickler aus der Region zusammen, um ihre verschiedenen Ansätze zu präsentieren.

Neben Vertretern der Leibniz Universität Hannover, der Hochschule Hannover und der TU-Braunschweig, ebenso wie Unternehmensvertreter aus der Branchen Bio- und Informationstechnologie, waren als Redner die TU Clausthal mit Herrn Sebastian Sdrenka vom Institut für Polymerwerkstoffe und Kunststoffe (PUK) und Projektpartner (CSO) Dr. Joachim Bertam von der IBA GmbH aus Göttingen geladen, die Ihren Beitrag zur Veranstaltung unter dem Titel „Additive Fertigungstechnologie meets Life Science“ einbrachten.

In diesem Sinne wurde die Einleitung des Life Science Tages mit einem Impulsvortrag von Herrn Prof. Dr. Andreas Rausch (TU Clausthal) mit dem Titel „Praxisnahe Anwendung von KI zur Erstellung prädiktiver Szenarien“ begonnen. Im Laufe der Veranstaltung wurde darauf aufbauend diskutiert, wie hoch das Innovationspotential für biobasierte Technologien ist, besonders in der Kopplung mit der zielgerichteten Gestaltung des personalisierten Endproduktes. Der interdisziplinäre Anspruch steigt und bietet neue Chancen und Potentiale, welche sich nicht nur über die Medizin und Materialien sowie die Prozessierung erstreckt, sondern über das gesamte Spektrum von Landwirtschaft, Ernährung, Konsumgütern, Energieversorgung, Datenspeicherung und vielen Weiteren.

Ausrichter der Veranstaltung war die Organisation BioRegioN, welche ein Angebot des Innovationszentrum Niedersachen GmbH ist.

Die Relavanz der Thematik wird besonders darin deutlich, die sich der Beirat der BioRegioN in KW 49 ebenfalls mit dem Thema Biologisierung, also der „Zusammenführung technischer und biologischer Komponenten und Prozesse“ intensiv beschäftigen wird. Vorreiter in dieser neuen Disziplin sind klassische Material- und Werkstoffwissenschaft in Kombination mit moderner Medizintechnik und innovative Life-Science-Anwendungen. Als Best Practise Beispiele geben die IBA GmbH aus Göttingen (Dr. Joachim Bertram) und das Clausthaler Zentrum für Materialtechnik (CZM) der TU Clausthal (Prof. Dr.-Ing. Gerhard Ziegmann, Dipl.-Ing. Sebastian Sdrenka) einen Einblick in die Kooperationsprojekte Zellclean und BioReg mit dem Schwerpunkt der Zellseparation. Neben den bisherigen Aktvitäten wird unter dem Arbeitstitel "Additive Fertigung meets Life Science" sowie "Fertigung im Reinraum" ein Ausblick auf weitere Ideen und Möglichkeiten gegeben, die Biologisierung in Niedersachsen mit innovativen Inhalten zu gestalten.

Niedersächsischer Life Science Tag mit dem Staatssekretär Dr. Berend Lindner.
Foto: Alexandra Glawe / Innovationszentrum Niedersachsen GmbH.
 

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