ProWiFa - Prozess zur nachhaltigen Wiederverwertung von Faserverbundsystemen

Bei allen derzeit industriell betrachteten Wiederverwertungsverfahrenvon Faserverbundwerkstoffen müssen in einem vorgelagerten Schritt aufgrund der Strukturgröße diese Strukturen mechanisch verkleinert werden, um sie anschließend einem Prozess zuführen zu können, der die Separation von Hochleistungsfasern und umschließender Matrix herbeiführt.

In Abhängigkeit des Recyclingprozesses entstehen unterschiedliche Faserausbeuten, Reinheitsgrade und mechanische Fasereigenschaften erhalten, so dass die direkte Wiederverwendung der rezyklierten Fasern als Substitution der ursprünglichen Hochleistungsfasern schon aufgrund der Fasergeometrie und der ursprünglich aufgebrachten Schlichte, die eine Haftung mit der umgebenden Matrix erzeugt, derzeit ausgeschlossen ist. Auch bedeutet jeder Prozessschritt entlang der Recyclingkette, dass Prozessenergie eingebracht werden muss. 

Das Projekt "ProWiFa" knüpft an diese Ausgangsposition an und hat sich zum Ziel gesetzt, durch Optimierung des Recyclingprozesses für Hochleistungsfaserverbunde auf Basis mechanisch eingebrachter Energie die erhaltenen Materialsysteme nachfolgend in Verbindung mit thermoplastischen Materialien zu Faserverbundwerkstoffen umzusetzen. Hierbei liegt der Fokus mit der optimierten Desintegration der Hochleistungsfaserverbundsysteme auf einer Evaluierung der notwendigen Prozessbedingungen auf das Material in Abhängigkeit der anstehenden Weiterverarbeitung auf scherinduzierte Prozesse wie Extrusion und Spritzguss, wobei auch die Weiterverarbeitung mittels Additiver Fertigung betrachtet wird.

fileadmin/PUK/documents/Projektinformationen/Konzept_Polymersysteme_Mikrosensorik_Biologisierung.pdf

Förderzeitraum: 06.12.2021 – 28.02.2023

Förderkennzeichen: ZW7- 85184435

Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Dieter Meiners